Monika Medek, Sopranistin, SaeŠngerin

10 Fragen – 20 Wörter

 

an und von Monika Medek

Die sympathische in Wien geborene Sopranistin studierte Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und besuchte anschließend das Konservatorium der Stadt Wien. 2007 schloss sie die Opernschule erfolgreich ab. Ihre darstellerischen Fähigkeiten verfeinerte sie durch eine mehrjährige Ausbildung in einer Schauspielschule. Ihr Operndebut gab sie 2003 als Erste Dame in Mozarts „Zauberflöte“, es folgten zahlreiche bekannte Rollen im In- und Ausland. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Konzertfach. Ebenfalls bekannt ist Monika Medek als Liedinterpretin, letzteres in enger Zusammenarbeit mit der Pianistin Margit Fussi. Ein aktuelles österreichisches Projekt ist ein Operngalakonzert.

 

  1. Liebe Monika, du bist ja sehr vielseitig begabt. Welcher war dein Lieblingspart in der Oper und welcher im Konzert?

Bis jetzt? Jeder Part war spannend und es ist überall etwas Schönes drin. Giulietta in Hoffmanns Erzählungen war vielleicht am amüsantesten zu spielen… und im Konzertfach… Brahms Requiem! Und da ich dieses Solo zum ersten Mal im Großen Saal des Wiener Konzerthauses singen durfte, ist es auch eine besondere persönliche Erinnerung für mich.

  1. Im November 2015 wurdest du für den internationalen Woman of the Year Award in der Kategorie „Kunst und Kultur“ nominiert. Es ist sicher schwer zu beschreiben – aber was ist das für ein Gefühl?

Es war ein großartiges Erlebnis, vor allem der Galaabend anlässlich des Woman of the Year Award im WienerRathaus!

  1. Du hast italienische Phonetik bei Attilio Sanna studiert. Das heißt also, du sprichst kein Italienisch? Ist das ein Nachteil?

Ich habe auch die Sprache gelernt, beim Singen soll es auch so klingen, als wäre ich eine waschechte Italienerin … und das ist eine eigene Kunst, die immer von Neuem sehr viel Übung und beim Singen dann ständige Konzentration erfordert. Wirklich völlig unbeleckt war ich allerdings bei Mittelhochhindi für „Gebetsfahnen“ und Russisch für „Die Glocken“ von Rachmaninoff. Da weiß ich, dass ich einen Fehler nicht mal mitbekommen würde. Im Italienischen „reißt’s“ mich wenigstens, wenn etwas falsch aus dem Mund kommt.

  1. Der berühmte Komponist Vijay Upadhyaya hat dir den Sopranpart in seiner ersten Symphonie „Gebetsfahnen“ auf den Leib geschrieben. Ist das eine größere Herausforderung – ist da ein Leistungsdruck da, das Gefühl, man muss es „besonders gut machen“, also noch besser als ohnehin schon?

Zu den Gebetsfahnen habe ich schon einen sehr persönlichen Bezug, der Part ist meisterhaft komponiert – und auch meisterhaft für meine Stimme – und da ich im Herbst wieder dazu komme, ihn in einer neuen Interpretation mit dem China National Symphony Orchestra in Beijing zu singen, bemühe ich mich, wieder neue Farben zu finden. Das Ziel, es „besonders gut zu machen“ habe ich aber bei jedem Werk. Das ist Teil der Freude an der Musik.

  1. Welches Genre ist dein persönlicher Favorit und wieso?

Das Größte vom Großen – in Oper und Konzert, weil ich Bombastisches liebe! Große Opern wie von Richard Wagner oder Richard Strauss und symphonische Werke wie die VIII. Symphonie von Gustav Mahler, wo ich mit über 650 Leuten auf der Bühne stand, so dass das Konzerthaus zu klein dafür schien … That’s it!

  1. Im Zuge deiner Auftritte bzw. Engagements bist du viel in der Welt herum gekommen: Italien, Schweiz, Deutschland, Luxemburg, Kroatien, China, Thailand. Wo hast du dich am wohlsten gefühlt?

Überall, und ich fühle mich überall auch sofort zu Hause. Ich sage am Abend: ich gehe jetzt heim … und meine das Hotelzimmer. Ich reise sehr gerne und ich will noch viel mehr sehen!

  1. Du isst drei Kilo Honig pro Monat, damit deine Stimme geschmeidig bleibt. Hast du noch andere Tricks für die Pflege deiner Stimme? Und wie schaffst du es, dabei so gertenschlank zu bleiben?

Bis zu drei Kilo, ja, aber das ist mit Honigbrot zum Frühstück und der Gewohnheit, alles an Zucker durch Honig zu ersetzen, gar nicht so schwer.
„Es läppert sich“, wie man sagt. Sicher läppert es sich auch, weil wir eigene Bienenstöcke haben und dadurch am Honig nicht sparen. Vielleicht bleibe ich schlank, weil ich keinen Zucker esse! Tricks zur Stimmpflege habe ich ganz viele gesammelt, aber im Alltag ist für mich die wichtigste Stimmpflege eine gesunde Sprechtechnik.

  1. Eines deiner Projekte ist das Künstler-Business-Frühstück. Wie bist du auf die Idee gekommen und was ist das Ziel?

Nicht meines, sondern das meines Lebensgefährten Michael. Ich war anfangs sogar vehement dagegen und betrachte mich auch jetzt nur als eine weitere Teilnehmerin. Michael ist ein echter Philanthrop und ich glaube, seine Idee entstand durch das Kennenlernen von vielen Künstlern, und das Ziel ist, uns sehr kreative– aber sagen wir es offen – oft meist nicht so praktisch denkende Künstlernaturen mit einem Netzwerk zu unterstützen, die „weltlicheren“ Seiten unseres Berufes einfacher zu meistern. Er ist sehr praktisch veranlagt, und er freut sich, wenn „was weitergeht“.

  1. Was wärst du geworden, wenn das mit dem Singen nicht geklappt hätte?

Diese Frage habe ich mir ganz bewusst nie gestellt. Ich weiß, dass ich das tun will, also bleibe ich dabei. 

  1. Zum Abschluss eine ganz banale Frage (oder vielleicht doch nicht): Wenn du drei Wünsche frei hättest, welche wären es?

Ganz einfach: An der Met, in Bayreuth und bei den Salzburger Festspielen singen.

Termine:

20. September 2016: PRAYER FLAGS – Vijay Upadhyaya (Sopran – Solo), Beijing Concert Hall, China
22. Oktober 2016: Operngalakonzert, Stadttheater Bruck an der Leitha
12. November 2016: Operngalakonzert, Kulturzentrum Eisenstadt (Großer Saal)
20. November 2016: LE NOZZE DI FIGARO – Wolfang A. Mozart (Cherubino), Laienbrüder Dormitorium des Stiftes Lilienfeld

 

Hörbeispiel von der CD „Prayer-Flags“ (Gebetsfahnen)

 

Monika Medek Brahms

Hier ein Foto von Brahms-Requiem im Großen Saal
(Fotocredits: Andreas Friess)

Mehr Infos zu Monika Medek findet ihr auf ihrer Website: http://www.monikamedek.com/

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(Photocredits: Christof Wagner)