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Wie Online-Kommunikation 99 Verlierer macht – und einen Gewinner

Gastblog von Arian Simon

Wie in der Offline-Kommunikation zählt auch online die richtige Message vor das richtige Publikum zu bekommen.
Am Ende des Tages soll das Ergebnis, die „Bottomline“, den eingesetzten Aufwand übersteigen.

Ich weiß das, denn ich habe täglich damit zu tun. Als Web Designer und noch viel mehr als Unternehmer.

In der Fülle an Informationen, mit denen der Internetbenutzer konfrontiert wird, muss man es erst einmal schaffen, dessen Aufmerksamkeit zu bekommen. Danach muss der angepriesene Inhalt auch noch überzeugen und alle anderen Informationen in seiner Wichtigkeit ausstechen, um einen Klick zu bewirken.
Obwohl dieser Schritt marginal erscheint –  dieser Klick an sich ist schon eine Währung, mit der bezahlt wird. Schlussendlich geht es um das höchste Gut des Internetbenutzers: seine Zeit.
Davon hat keiner etwas zu verschenken!

In diesem Beitrag gebe ich einen Blick von oben auf das Thema des Online-Marketings, mit seinen positiven und auch seinen negativen Seiten.

Widmen wir uns erst mal dem einfachen Teil: Die Message vor die Zielgruppe zu bekommen.

Die Message vor die Zielgruppe bekommen

Online gibt es eine Vielzahl an Werbekanälen und neue werden fortlaufend geschaffen. Hier ist eine Übersicht der bekanntesten Wege, wie man online seine Zielgruppe erreicht.

Suchmaschinenmarketing und Optimierung

Suchmaschinen wie Google sind eine der großen Erfindungen unserer Zeit. Nahezu alle Antworten scheinen sie zu geben. Kein Wunder daher, dass sie so beliebt sind!

Suchmaschinenoptimierung

Diese Antworten müssen allerdings auch einmal geschrieben werden. Suchmaschinen suchen im Internet nach Inhalt, bewerten diesen und bereiten ihn für Suchende auf. Hier kann man selbst aktiv werden, indem man einen Artikel schreibt, der eine Antwort auf ein bestimmtes Thema liefert. Natürlich kann auch ein Video gedreht oder ein Podcast aufgenommen werden. Wichtig ist dennoch, dass Suchmaschinen nach wie vor speziell für das geschriebene Wort Experte sind (das gilt auch für Youtube! – ebenfalls eine riesengroße Suchmaschine).
Schreibt man einen Artikel, produziert ein Video oder spricht einen Podcast, muss man den Suchmaschinen auch erklären, was man da gerade produziert hat. Dieser Vorgang wird in der Fachliteratur als Suchmaschinenoptimierung „Onpage“ – also auf der (Web-)Seite – bezeichnet. Um das zu perfektionieren, gibt es sehr hilfreiche Artikel. Für das aktuellste Wissen empfehle ich den Blog von ithelps.at (Deutsch) und backlinko.com (Englisch).
Festzuhalten ist: Inhalt produzieren und für Suchmaschinen optimieren kann man kostenlos. Man investiert nur seine eigene Zeit.

Suchmaschinenmarketing

Suchmaschinenmarketing hingegen ist die Lösung für Marketer mit mehr Geld als Zeit. Hierfür bietet man in einem Auktionsverfahren auf die vordersten Plätze in einer Suchmaschine. Die Kosten pro Klick belaufen sich hierfür zwischen ein paar Cent und auch zweistelligen Eurobeträgen bei Begriffen wie „CRM Tool“.
Diese Listung in Suchmaschinen wird allerdings auch mit „Anzeige“ gekennzeichnet und von Werbeblockern ausgeblendet. Da nur pro Klick bezahlt wird, ist das aber nicht tragisch.
Kurz gesagt: Suchmaschinenmarketing ermöglicht es, mit wenig Zeit seine Message bzw. seinen Inhalt vor die Zielgruppe zu bekommen.

Wenn man sich diese zwei Möglichkeit ansieht, wird schnell klar:
Aus allen Ergebnissen, die in der Suchmaschine angezeigt werden, öffnet der Benutzer mit etwas Glück eine Handvoll. Hier scheiden schon einmal alle aus, die auf den hinteren Seiten sind und die der Benutzer somit gar nicht gesehen hat.
Von dieser ersten Handvoll gibt es dann auch in nahezu allen Fällen nur eine Seite, die die Nachfrage des Benutzers soweit befriedigt, dass er sich damit weiter beschäftigt.
Damit haben wir einen Gewinner und jede Menge Verlierer.

Auch in anderen Online-Marketingformen ist es ähnlich. Der Wettbewerb ist hart.

Social Media Werbung

Immer verbreiteter wird die Werbung auch in Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Youtube und Co. Der Vorteil ist, dass einen die meisten dieser Plattformen ziemlich genau die Zielgruppe einschränken lassen. Das heißt, die eigene Message wird nur von jenen gelesen, bei denen man glaubt, dass sie interessiert sind. Dennoch ist durch die Vielzahl an Werbungen eine gewisse Abhärtung des Benutzers entstanden. Damit Messages durchdringen, muss man also aus der Masse herausstechen. Weil Werbung auf den Plattformen nicht kostenlos ist, muss die Erfolgsquote hoch sein, um die Maßnahme lukrativ zu gestalten.

Die richtige Message entwickeln

Da die Aufmerksamkeitsspanne im Internet kürzer ist als sonstwo, ist mein bester Tipp:
Keep it simple, stupid & targeted.
Im Gegensatz zu dem langen Text, den ich hier schreibe, sind die bezahlten und unbezahlten Werbeflächen online begrenzt. Und wenn sie es nicht sind, dann ist es mit Sicherheit die Zeit, die Sie haben, um den Benutzer von Ihrem Angebot zu überzeugen.
Deshalb lieber etwas kürzer, etwas leichter verständlich und etwas zielgerichteter.
Sie werden als Dank deutlich mehr Klicks erhalten.

Probieren Sie es aus!

Und wenn Sie für die Texte Hilfe benötigen, sind Sie ja schon auf der richtigen (Web-)Seite gelandet.

 

arian_simon

Arian Simon gestaltet moderne Unternehmenswebseiten, die durch eine hochwertige Präsentation und clevere Benutzerführung gewinnen. Sein Unternehmen ist Webdesign-up und er schreibt auf seinem Blog createtopnotchwebsites.com.

Armin Innerhofer und Sanijel Jovanovic (c) Sprachfactory

JOIN Translations – 2 Personen, 10 Sprachen

(c) blubbb - die Kommunikationswerkstatt

(c) blubbb – die Kommunikationswerkstatt

Kannst du dir vorstellen, wie es ist, wenn du in ein fremdes Land kommst und dich dort fließend mit den Einheimischen unterhalten kannst? Und das nicht in einem Land, sondern in zig Ländern weltweit? Weil du fünf Sprachen fließend sprichst (drei davon als Muttersprache)?
Kannst du dir vorstellen, dir Sportübertagungen prinzipiell in Russisch anzusehen, auf Polnisch Kabarett zu machen und deine Zeitungen auf Französisch zu lesen?
Kannst du dir vorstellen, wie es ist, als Nichtmuttersprachler die Ehre zu haben, für die Monatszeitschrift der in Österreich lebenden polnischen Community (Magazin Polonika) auf Polnisch Artikel zu schreiben?

Willkommen im Leben von Sanijel Jovanovic und Armin Innerhofer, Übersetzer und Dolmetscher. „Sprachen sind für uns nicht nur ein Job, sondern eine Lebensauffassung“, sagen die beiden.

„Muttersprache alleine ist kein Qualitätsmerkmal.“

Wie viele Titel sie gemeinsam haben ist uns unbekannt (so viele Finger, Pfoten und Flossen haben wir von blubbb nicht miteinander  ;-) ), aber die beiden sprechen und schreiben gemeinsam zehn Sprachen auf professionellstem Niveau. Vier dieser Sprachen sind ihre Muttersprachen. Was per se noch kein Qualitätsmerkmal ist – man muss das Handwerk des Übersetzens und Dolmetschens auch beherrschen. So wie Sani und Armin.

Sanijel Jovanovic und Armin Innerhofer (c) Sprachfactory

Sanijel Jovanovic und Armin Innerhofer
(c) Sprachfactory

Armin ist in Südtirol geboren und zweisprachig mit Deutsch und Italienisch aufgewachsen. Sani wurde in Serbien geboren und ist dreisprachig deutsch-rumänisch-serbisch in Wien aufgewachsen.

Sie haben es mit nicht einmal 30 geschafft, ein Sprachdienstleistungsunternehmen namens JOIN Translations aufzubauen und erfolgreich zu betreiben.

Wer Sani und Armin kennt, weiß: sie haben nicht nur Erfolg, sondern sind auch sympathisch und kompetent. Das sind viele andere auch, wird sich nun der eine oder andere denken. Und damit Recht haben. Was ist also das Besondere an den beiden?

Insider kennen es: Sowohl vor als auch nach dem Studium – und währenddessen sowieso – hört man immer nur: mit Übersetzen/Dolmetschen ist kein Geld zu machen; der Markt ist übersättigt – zu viele Anbieter, zu wenig Kunden/Aufträge; wenn ihr erfolgreich sein wollt, müsst ihr Jus oder Wirtschaft studieren.

Es ist leider auch ein alter Hut, dass man als Kollege oder Kollegin nicht immer auf Sympathie stößt. Denn der Konkurrenzkampf ist hart – das beginnt schon bei der Ausbildung. Immerhin wird man als Jungspund ja von – in den meisten Fällen – aktiven ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen unterrichtet. Und da stellt man automatisch die Konkurrenz dar – auch wenn man den Beruf noch nicht einmal ausübt!

Armin und Sani haben hier einen anderen, wesentlich stressfreieren Zugang. Denn wer weiß, was er kann, wer weiß, dass er gut ist, der muss keine Angst vor Konkurrenz haben. Daher haben sie – im Unterschied zu den meisten ihrer KollegInnen auch keine Scheu, zu netzwerken. Durchaus auch innerhalb der Branche, zumindest versuchsweise, denn das hat ihnen schon die eine oder andere blutige Nase eingebracht – der Futterneid ist bei manchen ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen leider sehr ausgeprägt!

Zumal die beiden einiges vorweisen können: Sie decken, wie schon erwähnt, zu zweit sage und schreibe zehn Sprachen ab: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Serbisch – das macht sie zu einzigartigen Fischen im großen Teich der ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen.

Zusätzlich zu ihrer Arbeit als Übersetzer und Dolmetscher gehen Sani und Armin einer weiteren Berufung nach: sie sind Sprachtrainer, zuerst unter anderem an der VHS, nun in ihrer eigenen Sprachschule, der Sprachfactory. (Anmerkung der blubbb Redaktion: über die Sprachfactory haben wir bereits einen Blog geschrieben: https://www.blubbb.at/sprachfactory/)

„Es ist unser Ziel, ein Bewusstsein für die Wichtigkeit professioneller Dienstleistungen im Sprachsektor zu schaffen.“

Aber nun zum harten Business – was bietet JOIN Translations an? Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen sowie Sprachtraining und Sprachmanagement für Unternehmen sowie Privatkunden und in den verschiedensten Fachbereichen. Besonders viel Erfahrung haben Armin und Sani in folgenden Gebieten gesammelt: Medizin, Kunst und Architektur, Technik, Sport, Recht und Wirtschaft, Tourismus und Gastronomie.

Und wo, fragst du dich vielleicht, liegt jetzt der Unterschied zwischen Übersetzen und Dolmetschen?

Unter Übersetzen versteht man die Übertragung eines schriftlichen Textes (Fachtexte, PR- und Werbetexte, Prosatexte, Sachtexte, usw.) aus einer Ausgangssprache in eine Zielsprache.

Dolmetschen hingegen bezeichnet immer einen mündlichen Vorgang. Unterschieden wird zwischen Flüsterdolmetschen, Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen und Verhandlungsdolmetschen.

Flüsterdolmetschen: Der/die DolmetscherIn flüstert, simultan zur Rede in der Ausgangssprache, dem Kunden oder der Kundin den Text in der Zielsprache ins Ohr.

Konsekutivdolmetschen: Der/die DolmetscherIn überträgt die Rede abschnittsweise in die Zielsprache, nachdem der Redner/die Rednerin die jeweilige Textpassage abgeschlossen hat.

Simultandolmetschen: Der/die DolmetscherIn überträgt in einer Kabine den Text in der Zielsprache simultan zur Originalrede.

Verhandlungsdolmetschen: Der/die Dolmetscherin überträgt die Beiträge aller beteiligten Gesprächsparteien abschnittsweise in die gewünschte Zielsprache; hier wird in beide Sprachrichtungen gedolmetscht.

Und was versteht man nun unter Sprachmanagement? Einerseits die Bearbeitung bereits übersetzter Texte und Korrekturlesen, aber auch die Koordination von Übersetzungs- und Dolmetschprojekten sowie Terminologiemanagement.

Neugierig geworden? Dann komm zu unseren Netzwörktreffen und lernt die beiden kennen – oder schau fürs Erste auf die Website von JOIN Translations: www.join-translations.com.

Unterm Strich können wir sagen: Burschen, ihr seid menschlich und beruflich der Hammer, und wir sind froh, euch an Bord zu haben!

Armin Innerhofer und Sanijel Jovanovic (c) Sprachfactory

Armin Innerhofer und Sanijel Jovanovic
(c) Sprachfactory

Praxis für Bewußtseins-, Energie- und Körperarbeit Sandra Fels

Lomi Lomi im Feengarten – zwischen Hellspüren und Kissen schlachten

„Sandras Praxis wäre doch eine tolle Schweigzelle in Deutschland“, meint Lisa.
„Du meinst Zweigstelle?!“
Lisa nickt.

Weil Schweigzelle ist das hier keine. Schweigstelle auch nicht. Sandra ist vieles, aber ganz bestimmt nicht schweigsam. Und das ist gut so. Mit ihrem herzlichen Lachen und den fröhlichen, freundlichen Augen zieht sie dich sofort, innerhalb von Sekunden, in ihren Bann.

Das ist auch der Grund, warum wir hier gelandet sind, an diesem Wochenende. Eine ziemlich spontane Entscheidung. Wir lernen daraus: manchmal sind solche spontanen Entscheidungen das Beste, was einem passieren kann. Da hast du plötzlich nicht nur ein lustiges Wochenende, sondern gleich auch tolle Ideen und beim Rückbesuch gibt’s auch noch die Familie gratis dazu – und die sind mindestens genauso entzückend wie Sandra.

Eigentlich haben wir ja sogar überlegt, ob wir wirklich fahren sollen. Immerhin war die letzte Zeit super stressig und überhaupt ist das soweit und naja – die üblichen Ausreden und Argumente zweier stressgeplagter Menschen. Zudem war das Wetter gelinde gesagt kacke und überhaupt und und und …

Und. Und kaum hatten wir’s uns versehen, waren wir schon auf der Autobahn, in Salzburg, in Bayern, in … „Wie heißt das jetzt wieder, wo wir hinmüssen?“, fragt Lisa sicher zum zehnte Mal auf dieser Fahrt.
Thalhausen bei Oberhausen.
Im Wald, hinter den sieben Bergen, bei den … eh schon wissen.
Nachdem wir die Autobahn verlassen haben, wird es beschaulich. Beschaulicher als uns lieb ist. Denn offenbar haben die Bayern zu ihren Geschwindigkeitsbegrenzungen eine innige Beziehung. Eine, die sie niemals gefährden möchten. Darum bleiben sie lieber weit drunter.
Bad Tölz zieht sich eine schier endlose Zeit neben dem schönen roten (normalerweise) schnellen Auto vorbei, bis wir endlich da sind.
Hinter den sieben Bergen.

Und was uns dort erwartet, lässt alle Leiden der vorherigen Stunden wie Vanilleeis in der Sonne dahin schmelzen.

Sandra springt wie ein Flumi neben dem Auto auf und ab, bis wir endlich unsere müden Knochen aus der niedrigen Karre gequält haben.
In der nächsten halben Stunde werden wir herumgeführt: vom Gästeschlafzimmer in der unverschämt großen Praxis über die Terrasse derselbigen bis zum Trampolin. Enna (7)  begleitet uns, plaudert, als ob wir alte Freunde wären und steht dem Charme ihrer Mama um nichts nach.

Später lernen wir den Rest der Familie kennen: Christian (Papa) und Emelie (15) – und fragen uns, ob man eine ganze Familie adoptieren kann. Einziehen könnten wir jedenfalls, mein Sandra. In ihre Praxis nämlich. Sie würde die Praxis dann einfach woanders eröffnen.

Wir gestehen – wir haben es uns überlegt. Der Gedanke an eine Katze und an ein paar Personen, die wir zufällig kennen, hat uns davon abgehalten. Und die Tatsache, dass es einfach sehr schade wäre, Sandras Praxis als Wohnung zu missbrauchen. Denn wenn wir uns sofort wohlfühlen, dann kann es Sandras Klienten gar nicht anders gehen. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir in Wahrheit aber noch gar nichts, denn da haben wir Sandras Lomi Lomi Nui Massage noch nicht getestet.

Diese Gelegenheit haben wir am nächsten Tag. Und unsere Erfahrung wollen wir euch nicht vorenthalten.

Moni: Die Massage ist, wie Sandra sie auf ihrer Website beschreibt – nur besser. Ich habe während der Massage jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren und mich völlig der Entspannung hingegeben. Nicht nur, dass Sandra sofort und sehr genau spürt, wo die körperlichen Probleme sind– sie ist auch sehr spürig, was die nicht-physischen Blockaden oder Probleme betrifft. Sie spürte in mich hinein und konnte mir beim Nachgespräch nicht nur Dinge sagen, die ich schon wusste, sondern auch jene, die tatsächlich ein „Türöffner für einen Neuanfang“ sind. Ich kann’s nur weiter empfehlen und sag vielen, vielen Dank. Würde ich jederzeit wieder machen. Am liebsten jetzt gleich.

Lisa: Die Massage. Ja. Ich bin ja eine, die lange selber massiert hat und prinzipiell der Meinung, das kann eh keine/r so gut wie ich. Oder so. Auch wenn man die normale Selbstüberschätzung abzieht, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass ich kritisch bin. Ich spüre, was abgeht und ich weiß und spüre, wie viel einer Person und deren Aufmerksamkeit gerade bei mir sind. Bisher kannte ich nur einen (der leider nicht mehr unter uns weilt), dem ich das Prädikat „Massiert so gut wie ich“ ausgestellt habe.
Und dann kam sie. Hinlegen – schon entspannt. Der Raum, die Energie, die Ruhe. Und Sandra. Mit Händen wie Samt, einem Herzen wie ein Bergwerk und dem Einfühlungsvermögen einer Elfe. Schon nach wenigen Minuten weiß ich nicht mehr, wo ich aufhöre und die Energie anfängt, die Grenzen verschwimmen und es wird nur irgendwie seltsam. Aber angenehm seltsam.
Wie es weiterging? Das kann ich nicht sagen, denn die Worte hierfür müssten erst erfunden werden.
Irgendwann war es leider vorbei. Ich, triefend vor Öl, grinsend wie eine Katze, entspannt wie ein ganzes Meer voller Weichspüler.
Und dann noch der Hammer: was sie gesagt hat, das werdet ihr hier nicht lesen, das ist zu persönlich. Und nur für mich bestimmt.
Tatsache jedoch ist, dass jedes ihrer Worte eine kleine Tür, ein kleines Fenster in meinem Inneren aufgemacht hat, und mich in mich selber hineinsehen ließ. Es war schön, was ich da wiedergefunden habe. Und jedes Wort hat gesessen. Im besten Sinne.

Dass wir in der Folge noch ein Kissen geschlachtet und die Federn großzügig auf Balkon und Terrasse regnen ließen, war nur noch das i-Tüpfelchen auf einem gelungenen Abend.
Servus Sandra, wir kommen wieder!

 

Und hier findet ihr sie:

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Webseite

Praxis für Bewußtseins-, Energie- und Körperarbeit Sandra FelsPraxis für Bewußtseins-, Energie- und Körperarbeit Sandra FelsPraxis für Bewußtseins-, Energie- und Körperarbeit Sandra FelsPraxis für Bewußtseins-, Energie- und Körperarbeit Sandra FelsPraxis für Bewußtseins-, Energie- und Körperarbeit Sandra FelsPraxis für Bewußtseins-, Energie- und Körperarbeit Sandra FelsPraxis für Bewußtseins-, Energie- und Körperarbeit Sandra Fels

dorian bonelli female to what the fuck you tube

Female to What the Fuck im Top-Kino – ein Kinoerlebnis der besonderen Art!

Ich gebe zu, ich wollte den Film „Female to What the Fuck“ vor allem deswegen sehen, weil wir einen der Protagonisten persönlich kennen. Sonst hätte ich mir den Film wohl eher nicht angesehen, denn mich hat der Titel schon sehr verwirrt: was heißt „ … to what the fuck“?

Und dann ein Teil der Beschreibung: Der dokumentarische Film FtWTF setzt sich in präziser Weise mit dem Thema der Geschlechtertransgression auseinander, wobei die Überschreitung der Geschlechtergrenze jeweils dieselbe Richtung nimmt: aus einem bestimmten Startpunkt (weiblich/Frau) zu einem vorläufig offenen Zielpunkt („was auch immer – what the fuck“).

Wie jetzt? Wenn ich kein Weiberl sein will, was soll ich denn sonst sein wollen außer ein Manderl?

Das hab ich genauso wenig verstanden wie die Diskussion um die binären Geschlechter und was daran „schlecht“ ist.

Wegen Dorian also, mit dem wir demnächst ein Interview machen dürfen, haben wir uns auf den Weg zum Top-Kino gemacht. „Kenn ich eh“, dachte ich mir, als wir dann davor standen. Also vom Vorbeigehen. Nur hatte ich es immer als Lokal wahrgenommen und nicht als Kino. Was daran liegt, dass dem Kino ein riesiges Lokal mit riesigem Gastgarten sowie toller Speisekarte und ebenso tollen Getränken angeschlossen ist.

Ein absolut geniales Konzept und vermutlich eine der wenigen Möglichkeiten, ein altes Kino zu retten. Die meisten anderen mussten ja in den vergangen Jahren oder Jahrzehnten zusperren, was ich persönlich sehr bedauere, denn ich mochte z.B. auch den 70er Jahre-Charme des alten Kinos auf der Landstraße sehr.

Im Top-Kino jedenfalls ist alles unkompliziert: die Getränke, die man sich im Lokal kauft, kann man einfach ins Kino mitnehmen; Karten reservieren funktioniert einfach mit dem Namen und nicht mit einem 12-stelligen Geheimcode mit Buchstaben und mystischen Handzeichen; und, last but not least, die Herren an der Kinokasse waren nicht nur sehr freundlich, sondern überaus charmant, als sie mich nach einem Studentenausweis fragten. Ich antwortete, den hätte ich schon, aber ich wäre wohl schon zu alt für den Studentenrabatt. Nichts da, meinten sie, nur der Studentenausweis dürfe nicht alt sein. Der Rest sei egal. Schon alleine dafür komme ich wieder, denn wenn man auf die 40 zugeht, ist es wie Balsam auf der alten geschundenen Seele, ein Studententicket zu bekommen (und das nicht wegen des geringeren Preises).

So, was wollte ich eigentlich erzählen? Ach ja, der Film. Er hat mich berührt, gerührt und zum Nachdenken gebracht. Über mich und mein eigenes Bedürfnis, alles und jeden in eine Schublade zu stecken, damit ich die Personen besser ein- und zuordnen kann. Über Männlichkeit und Weiblichkeit und darüber, dass auch Geschlechter, so wie alles auf der Welt, nicht schwarz-weiß sind, sondern bunt in allen Schattierungen.

Und ich erinnerte mich an damals, als ich 11 oder 12 Jahre alt und einen Sommer lang Markus war. Markus, der die Erwachsenen verwirrte und in Verlegenheit brachte und die Nachbarmädels beeindruckte. Markus, dem das total getaugt hat, von den Mädels angehimmelt zu werden. Der damals ein wichtiger Teil von mir war und doch nach diesem Sommer wieder verschwunden ist.

Auf Nimmerwiedersehen. Zumindest äußerlich. Ich fand’s plötzlich gar nimmer lustig, wenn jemand dachte, ich wär ein Bursch und ließ mir die Haare wachsen. Ich war dann auch ganz brav in heterosexuellen Beziehungen, auch wenn mein Herz meistens nicht (nur) in der vorhandenen Beziehung, sondern bei irgendeinem Girl Crush war. Aber irgendwo im Hintergrund war Markus trotzdem.

Und so ähnlich geht’s den Protagonisten in dem Film. Als Frau geboren, aber nicht nur weiblich in ihrem Gefühl, sondern eben auch männlich. Oder mehr männlich als weiblich. Vielleicht auch nur männlich. Oder es ändert sich. Hin und her – what the fuck.

Ich konnte ja mit der Bezeichnung genderfluid – trotz Ruby Rose – bisher nicht viel anfangen. Zu theoretisch war mir die Bezeichnung, nicht wirklich nachvollziehbar für mich. Aber jetzt verstehe ich es und ich bin froh darüber.

Wir alle haben männliche und weibliche Anteile in uns. Und warum sollten wir einen Anteil unterdrücken, nur weil wir körperlich in ein Geschlecht hinein geboren wurden? Und natürlich gibt’s da zig Abstufungen – manche sind transgender und ziehen die Transition bis zum letzten Detail durch, manche sind eben genderfluid, manche mögen ihren angeborenen Körper gar nicht, manche mögen Teile davon nicht, und manche, so wie ich, fühlen sich im eigenen Geschlecht und Körper sehr wohl und würden daran auch nichts ändern wollen (gut, ein paar Kilo weniger fände ich schon sehr fein), aber haben trotzdem auch (viele) Anteile vom anderen Geschlecht.

Ich möchte mich für diesen Film bedanken. Dafür, dass er mir viel zum Nachdenken gebracht und zumindest einige meiner Schubladen in Luft aufgelöst hat. Auch dafür, dass ich einen Teil von mir wieder gefunden hab, dass ich mich jetzt besser verstehen kann.

Ich möchte mich aber auch entschuldigen: dass ich euch diesen Blog und somit die Möglichkeit, euch den Film im Top-Kino anzusehen, bis jetzt vorenthalten habe. Mea culpa!

 

Weitere Infos:

Female to What the Fuck – ein Film von Katharina Lampert und Cordula Thym

http://www.ftwtf.net

www.topkino.at