Anmerkung des blubbb-Teams: Wir haben sehr schmunzeln müssen über den Beitrag von Sir Bernhard von Purr, müssen uns aber aus Imagegründen davon distanzieren. Nachdem es unter uns Teammitgliedern jedoch Meinungsfreiheit gibt und es unserer Philosophie entspricht, anderen und andersgesinnten Lebewesen ihre Art und ihre Meinung zu lassen, haben wir uns entschlossen, diesen Artikel trotz anfänglicher Bedenken in unserem Blog-Bereich öffentlich stehen zu lassen.

Autsch! Aus dem Leben eines Macho-Katers

Früher, also in den guten alten Zeiten, da gab es in Ländern wie Großbritannien die Regel, dass Katzen in Pubs nichts verloren hatten. In Clubs sowieso nicht. Das war die Domäne von uns Katern.

Das hat man mittlerweile Gottseidank abgeschafft, denn schließlich trinkt kater nicht gerne alleine und es sollte schon fair zugehen auf unserem Planeten.
Was mich hingegen anficht, ist die zunehmende Entstehung von Katzen-Netzwerken, Katzen-Cafés und Katzen-sonstwas, die uns Kater allesamt ausschließen. Die Zeiten von #miautoo sind ausgebrochen und lassen uns Kater leiden – egal ob schuldig des Machismo und der Überpfotigkeiten oder nicht.
Wo, so frage ich euch, bleibt da die Fairness?

Und warum dürfen meine pelzigen Freundinnen und Gespielinnen böse über uns Kater herziehen, sexistische Witze reißen und sich uns gegenüber teilweise überhaupt ganz garstig benehmen, während wir den Damen nicht einmal mehr Komplimente machen dürfen?
Oder zumindest nicht allen Damen. Denn manche freuen sich nach wie vor über ein „Guten Morgen! Hübscher Pelz! Sie sehen heute wieder zum Anbeißen aus!“, während andere schon böse knurren, wenn man ihnen nur einen guten Morgen wünscht.
Sollen wir Kater nun zu Gedankenlesern werden?
Ich verstehe schon, dass manche von uns übers Ziel hinausgeschossen sind und hormongetrieben wie wir nun einmal sind, vielleicht der einen oder anderen zu nahe getreten sind. Ich persönlich vermisse die Zeiten, in denen im Fall einer Grenzüberschreitung vonseiten eines Katers einfach die Krallen ausgefahren wurden und man eben mit einer Abreibung rechnen musste. Wie einfach war da alles!

Wenn kater einer Katze zu nahe kam, die das gerade nicht wollte, hat es was gesetzt.
Heute droht man uns gleich mit Tierschutzhaus und Entmannung. Doch wenn wir uns niemals einer Katze nähern dürfen, die unser Auge erfreut, sie nicht einmal anmiauen oder umgarnen dürfen, wie sollen wir dann unsere Art aufrecht erhalten?

Ich sehe böse Zeiten auf uns zukommen, in denen Katzen und Kater in getrennten Revieren herumstreifen und Katzenbabys nur noch mittels künstlicher Befruchtung gemacht werden.

Traurige Zeiten, sage ich euch! Mann hat es wirklich nicht leicht als Kater!

Seid froh, dass ihr Menschen seid und derlei Unsinn nicht kennt.

Seid froh, dass ihr nach wie vor euren Weibchen Komplimente machen und sie zu Katzenmilch, äh, zum Kaffee einladen dürft ohne verklagt zu werden! Seid froh, dass eure Weibchen verständnisvoller sind und nicht hinter jedem Schnurren, äh Lächeln gleich eine weibchenfeindliche Anmache vermuten!

Genießt den Augenblick, ihr Menschen, denn wer weiß – vielleicht ist es morgen schon anders und Liebe kann nur noch über Vermittlung Dritter gefunden werden, mit Anstandskatze und verhüllt.

Ein rolliges und nachdenkliches MIAU! sendet euch euer Bernhard von Purr