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Das Wunschgewicht-Camp (WgC) – Interview mit Elisabeth Walter

Feder WGW

blubbb: Wir treffen uns hier, bei einem sehr großartigen Frühstück. Was hat dich dazu bewegt, gerade ein Wunschgewicht-Camp (WgC) anzubieten – zumal es ja enorm viel Angebot in Sachen Gewichtsmanagement gibt?

Elisabeth Walter: Eigentlich ist das WgC durch eine Folge entstanden, eine Folge von dem, dass ich mich spezialisieren wollte. Nach einigem Hin- und Herüberlegen – denn es gibt richtig viele Möglichkeiten, die mir auch Spaß machen –  ist dann auch die Idee entstanden, so quasi zwei Fliegen auf einen Streich.

Was meinst du mit zwei Fliegen?

Na ja, zum einen war ich auch um knappe zwanzig Kilo schwerer und hatte schon vieles Herkömmliche ausprobiert. Von FdH, 10in2, Trennkost, einem Programm via Internet und natürlich Fasten. Mein Ergebnis: zwei Kilogramm weniger, in zwei Jahren. Nicht besonders berauschend, oder? “Das ist doch eine Herausforderung für mich“, sagte ich zu mir.

Und zum anderen, dachte ich mir: „Ich mach die Sache mit meinem Gewicht zum Projekt und spezialisiere mich damit. Wenn ich alles gut dokumentiere, mein Wissen aus vielen Ausbildungen und die Erfahrungen aus meiner Coaching-Tätigkeit dazu mische, entsteht ein schönes Paket, das ich zur Verfügung stellen kann.“

Daraus ist das WgC geworden und ich bin richtig stolz drauf.

Die wichtigste Frage, die ich mir dabei stellte, ist: „Welche Fragen braucht‘s, damit es gelingt?“

Wie bist du auf den Namen Wunschgewicht gekommen und nicht etwa Idealgewicht, Sollgewicht oder was auch immer?

Ja, darüber habe ich auch gründlich nachgedacht. Meine Antwort darauf ist, dass bei den Wörtern Idealgewicht oder Sollgewicht oder welchem Namen auch immer, die Definition von außen kommt. Also Ärzte, Wissenschaftler, andere Menschen haben sich überlegt, wie es „richtig“ ist und sie haben global wahrscheinlich auch recht, das weiß ich nicht und ich maße mir auch keine Einschätzung diesbezüglich an. Ich denke, bei der Definition Wunschgewicht kommt die Entscheidung von innen. D.h., ich selber entscheide wie viel ich abnehmen oder zunehmen möchte und das ist für mich wesentlich. Manche Menschen fühlen sich auch wohl mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen – warum auch nicht?

Was waren deine schwierigsten Momente auf dem Weg zu deinem persönlichen Wunschgewicht bzw. wenn es Rückschläge gab, wie bist du damit umgegangen?

Aus meiner heutigen Sicht, sicherlich die Geduld. Wenn ich dachte:  „Jetzt hab ich es geschafft, jetzt weiß ich wie es geht!“ ist oft noch eine Lernerfahrung, noch eine wichtige Erkenntnis, noch eine Herausforderung gekommen und manchmal dachte ich dann: „Hört das denn nie auf!?“

Heute weiß ich: Es hört auf und alles was war, gehört dazu, damit das Camp so entstehen konnte wie es jetzt ist.

Wie gehe ich mit Rückschlägen um? Gutes Feedback nehmen. D.h. ich schau mir beide Seiten an. Was war an der Situation gut und was mach ich nächstes Mal anders. Dabei lerne ich richtig viel über mich selber. Heißt jetzt nicht, dass ich nie wütend, deprimiert, traurig war. Nur, auch diese Phasen gehen vorbei.

Du erzählst, dass du ganz genau hingeschaut hast, wie es bei dir funktioniert hat, was heißt das dann für die Teilnehmer?  Denn wenn es für dich gepasst hat, heißt das ja noch nicht, dass es für andere auch passt. Und bist du dann nicht wie viele andere, die eine Anleitung vorgeben, die im Einzelfall nur bedingt passt?

Ja, genau, von diesem Effekt wollte ich unbedingt weg. Wie habe ich das gemacht und wie setze ich das im WgC um?

Ich habe eine Art „Bauchladen“ an Modellen und Techniken zusammengetragen, vieles neu entwickelt und daraus kann sich jede(r) Teilnehmer(in) (TN) das rausnehmen, was für ihn/sie passt.

Was ist alles drin im „Bauchladen“?

Eine ausgewogene Balance zwischen der Körperwahrnehmung, dem Mentalen und der Familiendynamik. Dazu gehört z.B.:

  • Fragetechnik

Eine (meine) spezielle Fragetechnik, die für die TN den Vorteil bringt, ihr individuelles Sein abzufragen. Denn ich kenn ja das Schicksal der TN nicht, daher ist mein Ansatz: Welche Fragen muss ich stellen, damit mein Gegenüber die richtigen Antworten bekommt?

  • Eine Fülle an Informationen und praktische Übungen stelle ich zur Verfügung, z.B. zu:

Körperbewusstsein, Ernährung, Zeit- und Zielmanagement, Strategiearbeit, Glaubenssatzarbeit, Loslassen, Veränderung, Gewohnheit, Feedback, Werte, Stress, Gesundheit

  • BewegungstrainerInnen zum Kennenlernen und Ausprobieren sind vor Ort

Mit im Boot sind noch Bewegungstrainer, z.B. für Walken, Gymnastik, Smovey, Schwimmen; dabei ist der Anspruch der, dass die TN die Möglichkeit haben, einiges auszuprobieren, mit dem Ziel auch hier ihr eigenes zu finden.

  • Kinesiologische Begleitung: zum Austesten von z.B. Nahrungsunverträglichkeiten oder Ähnlichem

Puh, ganz ordentlicher Stoff bzw. Inhalt. Wie bringst du das in nur drei Tagen unter?

Ja, wir haben einiges zu tun. Ich denke mir, die TN wollen schließlich lernen und einiges in ihrem Leben verändern.  Nachdem wir viel Praxis anbieten, frei nach Gerald Hüther, der sagt: „Lernen durch erleben“, ist es leicht.

Was haben die TN davon, bzw. was wird den TN durch die Teilnahme am WgC möglich?

Ich habe mal eine Umfrage gestartet: Mit der Frage: „Welche Gründe gibt es zum Abnehmen?“ und habe dabei nur 100 Antworten aufgeschrieben. Eine Antwort daraus: „Ich kann mich in jeden Sessel setzen, ohne Angst, dass er unter meiner Last zusammenbricht.“

Dabei stelle ich mir vor, welches Schicksal steht hinter diesem Menschen? Welche Last trägt dieser Mensch mit sich?

Viele Menschen haben mit diesen oder ähnlichen Ängsten oder auch Vorurteilen zu tun. Ein klassisches Vorurteil oder eine Vorannahme ist: „Wenn er oder sie zu dick ist, dann muss er oder sie halt weniger essen.“ Meine Erfahrung zeigte mir, dass viel, viel mehr dazugehört.

Ein Motto des WgC ist: „Lerne dein Inneres kennen und verändern, der Rest geht fast von allein.“

Meiner Erfahrung nach ist ein wichtiger Schritt für die TN der, dass er oder sie zu sich sagt: „Ja, jetzt melde ich mich an.“ Dieser Satz beinhaltet für mich ein Commitment. Ein Bekennen, z.B. „Ja, ich möchte mich verändern, ja, jetzt ist es soweit, ja ich habe zu viel Gewicht.“ Was uns unbewusst der Körper in vielen Fällen schon vorher signalisiert. Und darüber hinaus ist das Commitment der erste Schritt des Loslassens, des Bewusstmachens der Situation, des Akzeptierens des Ist-Zustands.

Wie gehen deiner Erfahrung nach die Menschen mit ihrem zu viel an Gewicht um?

Unterschiedlich, so unterschiedlich wie Menschen mit Überforderung, mit Stress, oder anderen unsichtbaren Problemen umgehen. Ein großer Unterschied dazu ist unter anderem der, dass Übergewicht sichtbarer ist, als z.B. Workaholismus, der Umgang mit Alkohol oder psychische Erkrankungen.

Alles hat auf seine Weise Wirkung auf den Körper; und jeder Körper, wie auch schon viele Studien belegen, reagiert anders auf ein Ungleichgewicht im Leben. Manchmal für andere sichtbarer und manchmal weniger sichtbar.

Lass uns ein Experiment machen, hast du Lust?

Weil wir vorher über Loslassen gesprochen haben. Stell dir eine Situation vor, die dich nervt, oder schon lange darauf wartet in Angriff genommen zu werden.

Wenn du sie hast, sag zu der Situation zu dem Thema: „JA, es ist so! Ja, ich schiebe es schon lang vor mir her. Ja, es nervt. Ja, ich habe viel zu tun …“

Kannst du den Unterschied spüren?

Ja, es nimmt etwas Stress raus.

 Das heißt jetzt nicht, dass das Thema oder die Situation damit erledigt ist. Nur du kannst es etwas ruhiger angehen.

Was sind deine Visionen für das WgC?

Dass viele Menschen mit diesem und durch dieses Camp ihr persönliches Wunschgewicht erreichen.

 

Das nächste Wunschgewicht-Camp findet vom 17. bis 19. März 2017 statt. Wer nicht so lange warten möchte, für den/die gibt es die Wunschgewicht-Challenge (online) vom 6. bis 21. Februar 2017.

Weiterführende Links:
Infos zum Wunschgewicht-Camp und Anmeldung
Infos zur Wunschgewicht-Challenge und Anmeldung
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Elisabeth Walter

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Wofür ich mich begeistere

Meine wichtigste Leidenschaft gilt den Menschen. In ihrer Unterschiedlichkeit, in ihrer Vielfalt, in ihren Freuden und in ihren Wünschen und Träumen. So ist es immer neu und interessant.

Von der Begeisterung zum Beruf
Lebens- und Sozialberaterin
Trinergy-NLP Trainerin & Lehrtrainerin
Supervisorin
Kinesiologin
KoSo-Trainerin
Dipl. FengShui-Beraterin

Was ist mir wichtig
Kommunikation auf Augenhöhe, das heißt für mich ein anerkennendes, respektvolles und wertschätzendes Miteinander.

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Elisabeth Walter
Titelbild: Lisa Keskin