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DONNA: GEWITTERWOLKEN

März

 

 

 

Gestern hat mich Jakob angerufen.

Ich habe früher für ihn gearbeitet, in einem Massagesalon, und obwohl mein Abgang nur bedingt von freundschaftlichen Gefühlen geprägt war, meldet er sich immer wieder, wenn »Not an der Frau« ist.

Diesmal braucht er mich für drei Tage, weil seine Lieblingspolin Urlaub hat.

 

War heute Morgen das erste Mal dort.

Als ich reinkomme, sitzt Svetlana am Tisch.

Sie ist eine große, mehr als überreife Rumänin, mit schwarzem Wuschelhaar.

Sie winkt mir zu, die Beine übereinander schlagend, und gibt einen für zarte Gemüter überwältigenden Blick zwischen ihre Beine frei.

Als ich sie das erste Mal unbekleidet gesehen habe, hätte ich geschworen, dass sie eine Kommunistenpelzmütze zwischen ihre Beine geklemmt hat – mit langen Ohrenklappen …

Ihre Massagekittel bedecken im Stehen gerade mal die Pofalte, und sobald sie sich bückt, legt sie ein ganzes Universum aus Gewitterwolken frei, das nur notdürftigst von einem weißen Mama-Slip verdeckt wird.

Ihr Arsch, im Stehen irgendwo in der Höhe meiner Schulter, verdunkelt die Sonne.

 

Ihr gegenüber die superschlanke Nicole, die nur knapp an einer Modelkarriere und noch knapper an Magersucht vorbeigeschrammt ist.

Schade eigentlich.

Also nicht die Magersucht …

Dort (in der Modelbranche, natürlich!) wäre sie mit ihren Kapricen sicher in besserer Gesellschaft.

Ich erinnere mich dunkel, dass ich vor Jahren mal ihr Mobiltelefon ins Klo geworfen habe, weil sie sich wochenlang geweigert hat, den Massagesalon gepflegt zu hinterlassen, und stattdessen stundenlang telefoniert hat.

Ich muss zu meiner Ehrenrettung aber dazu sagen, ich habe nicht gespült!

Seither sind wir fast so was wie Freundinnen.

Tja, Respekt muss eben verdient werden, sag ich immer!

 

Bei meinem Anblick entschwindet sie schnell in den Sonnenuntergang, vermutlich, um ihrem neuen Motorola-Handy den Weg alles Irdischen zu ersparen.

 

Ich lasse mich auf ihren Platz fallen, der leider nur an einem winzigen Streifen erwärmt ist, an dem ihr Minihintern den Sitz berührt hat, und angle das Massagetelefon zu mir.

 

Als es an der Tür läutet, ist Svetlana schon in den Startlöchern eigentlich gebührt der Neuankommenden der erste Kunde, aber was soll’s? Ich lasse Gnade vor Recht ergehen.

Ihr Arsch wogt bedrohlich vor meiner Nase hin und her, bis er es endlich aus der Küche geschafft hat.

Ich stelle mich an den Türspalt – neugierig bin ich schon, wer da kommt!

Als die Tür aufgeht, muss ich einen Lachanfall unterdrücken.

Svetlana, du Mistviech, das geschieht dir recht, weil du dich vorgeschummelt hast!

Es ist »der Mann aus den Bergen«.

Ein riesiger, bärtiger Mann, garantiert ein Verwandter von Rübezahl, der nie spricht.

Die 150 Euro, die er bezahlt, sind schwerstverdient.

Ich brauche immer kühle Umschläge zwischen den Beinen, wenn er mit mir fertig ist.

Eine Stunde lang nur f…

Kein Plaudern, Lecken, Blasen, nix!

Er zieht sich aus, hat einen Steifen – und schon rein damit!

Gut, Svetlana ist hart im Nehmen – sie hat im Supermarkt die Handschuhe geklaut, die man fürs Obsteinpacken verwenden soll: löchrig und mit scharfen Schweißkanten – aus denen hat sie Fingerlinge gemacht und verteilt sie, wenn ein Mann ihr den Finger reinstecken will.

Wegen der Hygiene …

Hat also eh schon Hornhaut an den strategisch wichtigen Stellen, da ist der »Mann aus den Bergen« gerade recht!

 

Gleich darauf bimmelt es wieder.

Ich werfe den Massagemantel über und sprinte zur Tür.

Ein kleiner Mann steht vor der Tür, geht mir gerade bis zur
Schulter.

Sein Baucherl kommt eine Minute vor ihm durch die Tür, aber er hat lustige Augen und ist gutgelaunt.

Ich bringe ihn ins Massagezimmer und schnell haben wir uns geeinigt.

Nur »Entspannung«, ich nackt.

Er will nur schauen, nicht greifen.

Sehr sympathisch!

Weil er so lieb ist, mach ich ihm einen Sonderpreis – fünf Euro Rabatt.

 

Während er sich noch auszieht, läutet es schon wieder an der Tür!

Da ich Svetlana im Nebenzimmer auf Rumänisch stöhnen höre (klingt schon leicht angestrengt, die Gute!), entschuldige ich mich kurz beim kleinen Dicken und spurte zur Gegensprechanlage.

»Hallo, leider keine Zeit im Moment! Wir sind beide beschäftigt!«, rufe ich.

Der Mann am anderen Ende meint, das macht nichts, er will eh »nur die Masseurinnen anschauen«.

Stirnrunzelnd überlege ich, welches Wort er nicht verstanden hat.

Also, noch mal: »Wir sind nicht frei, wir massieren beide. Komm bitte in einer halben Stunde wieder!«

Er: »Na, dann seid’s jetzt eh schon nackt, da kann ich doch gleich schauen! Nachher kann ich nicht mehr!«

Ich unterdrücke einen Fluch und flitze zurück ins Zimmer, er lehnt sich an die Klingel.

Rrrring! Rrrring!

Ich schnappe einen Sessel, steige hinauf und schalte das verdammte Ding ab.

Nicht vergessen, Svetlana dann zu sagen, sie soll sie wieder einschalten …

 

Der Kleine liegt schon auf dem Tisch, nackt, sein Bäuchlein ragt wie ein Zuckerhut über dem kleinen Schwammerl von Schwanz hoch.

Ich greife ihn vorsichtig an, das Zumpferl ist in einem Dickicht von Haaren versteckt, gar nicht so leicht zu erwischen.

Als es hart wird, nimmt es wirklich Form und Farbe eines kleinen Fliegenpilzes an.

Süß!

Ich versuche, nicht zu grinsen.

Er legt seine Hand auf meinen Po, streicht auf und ab.

Als er mich plötzlich packt, weiß ich: jetzt ist es soweit.

Im selben Moment läuft mir schon der heiße weiße Saft über den Handrücken.

Der Kleine seufzt, reckt sich und springt vom Tisch.

Svetlana im Nebenzimmer stöhnt noch immer, diesmal schon hörbar gequält …

 

Später am Nachmittag haben wir eine Massage gemeinsam, ich bete nur, dass der Mann keine »Lesbenspiele« will, sonst wird mir schlecht.

Svetlana ist so gar nicht mein Typ, und die Vorstellung, meinen Kopf zwischen diese gewaltigen Schenkel begeben und die Kommunistenpelzmütze erkunden zu müssen, löst schwere Klaustrophobie und leichte Panik bei mir aus.

Aber der Gute ist ohnehin auf dem Masochistentrip.

Er lässt Svetlana auf sein Gesicht setzen, während ich seine Eier langziehen muss.

Als ich ihm den Finger in den Popo schiebe, kommt er schnell und laut, nur gedämpft durch Svetlanas Pelzmütze.

 

Noch drei weitere Termine.

Na ja, wenigstens hat Jakob nicht gelogen, sein Studio boomt.

Aber wenn die drei Tage überstanden sind, brauche ich mindestens einen Tag Wellness für mich selber …