Leckerbissen beim Katalanen

Alles, was man bei Monis Geburtstagsfeier hört, ist entzücktes Seufzen und friedliches Schmatzen. So leise hatten wir es noch nie! Unsere Gäste sitzen reihum, umringt von kleinen Tellern, auf denen allerlei exotisch anmutende Leckerbissen zu finden sind:
Röllchen von roten Linsen, Champignons und Basilikum auf rote Rüben-Püree,
Edelpilz-Omelette mit Tomatenbrot und Allioli oder die immer präsenten Patatas Braves (scharfe Erdäpfel), um nur ein paar zu nennen.

Gaumenorgasmus in Reinkultur

Was im L’Ase als erstes auffällt, ist das, was es nicht gibt. Eine Speisekarte, nämlich. Die drucken zu lassen, würde sich auch nicht wirklich auszahlen, da Pau, der katalanische Wirt, das Angebot monatlich ändert.

Wir waren schon öfter hier. Und den Lobpreis auf dieses einzigartige Lokal  wollten wir eigentlich schon im Sommer singen. Allerdings sind wir nach unserem damaligen Besuch im L’Ase drauf gekommen, dass wir die Speisen nicht fotografiert haben. Weil wir einfach darüber herfallen mussten – wir waren so angetan von der Optik und dem Duft der Speisen, dass wir sie uns einfach auf der Zunge zergehen ließen. Und die Fotos vergessen haben. Bis nach dem Essen, als die Teller abgeleckt, äh, leer gegessen waren und es zu spät war.

So ein Blog ohne Fotos kann aber nichts. Daher mussten wir leider, leider 😉 nochmals hin. Mit Verstärkung.
Und hier kommt er nun. Der Blog. Mit Fotos. Als bildhafte Untermalung für den Gaumenschmaus, der euch im L’Ase erwartet. Manche sprechen sogar von einem Gaumenorgasmus. Und nein, das ist keine Übertreibung!

Falls du dich nun fragst, was genau ein Gaumenorgasmus ist: Das ist das, was passiert, wenn du einen Bissen einer beliebigen L’Ase Speise in den Mund nimmst.

Der Esel liebt uns – und wir ihn!

Die wirklich erlesenen Zutaten führen zu einer Geschmacksexplosion auf deinem Gaumen, die nicht nur deine Zunge zum Vibrieren bringt, sondern auch alle anderen Sinne anregt.

Der Gaumenorgasmus im L’Ase war übrigens mein zweiter in diesem Leben (der erste war in einem ebenfalls ausgezeichneten Lokal, dem Romarin in Nizza).

Aber zurück zum l’Ase. „Der Esel“, wie das Lokal übersetzt heißt, ist eine katalanische Tapas- und Wein-Bar im 2. Wiener Bezirk. Die Eigentümer sind Sandrine und Pau. Sandrine kümmert sich um den Service, Pau um das Zubereiten der Tapas.
Zusammen sind sie unschlagbar. Und das spürt man auch, wenn man das kleine Lokal betritt: Die Herzenswärme, das Willkommen, die Liebe, die die beiden in das l’Ase hineingesteckt haben, kann an fast greifen.

L’Ase: die Speisekarte an der Wand

Wenn man dann noch die Wände liest (wie gesagt, Speisekarte gibt es keine; die Leckerbissen des Monats werden fein säuberlich mit Kreide auf die Wandtafeln gemalt, in Katalan und in Deutsch)und einen Blick in die enorm beeindruckende Weinkarte wirft, möchte man am liebsten gleich einziehen.

Wie die Geburtstagsfeier weitergegangen ist? Irgendwann sind alle, fröhlich „ang’wamperlt“, manche leicht beduselt und alle glücklich und heimelig zusammengesessen und haben neben dem Geburtstagskind auch den Koch hochleben lassen.

Wir kommen wieder, und wir freuen uns auf die neuen Tapas-Überraschungen. Und irgendwann müssen wir auch die Spezialitäten auf der neuen Sonderkarte testen.

(c) L’Ase

Weiterführende Links:

L’Ase Webseite (derzeit noch im Aufbau)

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